Ein Stück Papier in einer besonderen Flüssigkeit. Dunkelheit. Spannung in der Luft. Und plötzlich erscheint hier ein Gesicht und dort und plötzlich, schön langsam erscheint auch der Hintergrund. Was sich hier wie ein schlechter Krimi anhört, ist aber in Wahrheit eine ganz andere spannende Angelegenheit – das Ausarbeiten von analogen Fotos in der Dunkelkammer. Ein ganz bewusst geschossenes, inszeniertes oder doch ganz zufälliges Foto, noch nie zuvor gesehen, erscheint plötzlich auf einem Stückchen Papier und man weiß bis zum Schluss nicht genau, wie dieses Foto dann tatsächlich wirken wird. Dieses Phänomen fördert den bewussten Umgang mit dem Fotomaterial und lässt einem 2, 3 oder sogar öfter überlegen, ob man nun tatsächlich den Auslöser drückt.